Die Versuchung

rr390


Sommer 2014, bei einem Endurotraining in Villars-sous-Écot konnte man 2015er Betas probe fahren. Ich kam erst am Ende des 2. Trainingstages dazu, weswegen es aufgrund schon lang erschöpfter Kondition nur ein paar Metbiner wurden. Aber: Gerade das für mich wichtige "Stressverhalten" eines Fahrzeugs kann ich dann um so eher spüren - ausgeruht kommt mir auf einer nicht zu schweren Strecke auch mein 97er KTM-Eisenschwein handlich und leicht beherrschbar vor. Aber nun zur Sache:

Als erstes stieg ich voller Neugier auf die 350er EFI. Sehr spontan, aber nicht bösartig in der Gasannahme, extrem handlich - nah an der 250er 2T, die ich auch ein wenig kenne, ohne die Angst vor der Leistungskeule und ohne diesen fürchterlichen Sound und Geruch.   Aber: Diese Spontanität muss man wollen, im Gelände mag ich's lieber gemütlicher.
Also dann rauf auf die 390er. Was soll ich sagen - mir fehlen die Worte (ich versuchs trotzdem): Coming home. Entspannung pur. Alles geht gefühlt einen Gang höher als mit der 350er. Antritt verbindlich, weniger ruckartig, dafür aber nachdrücklicher (alles bezogen auf niedrige/mittlere Drehzahlen, ausgedreht habe ich beide nicht). Wunderbar - die Krönung der "ca." 400er-Reihe.
Bei beiden beeindruckend: Die Handlichkeit im Vergleich zur 2012er RR 400. Ob das an den ca. 5kg weniger Masse und/oder den Fahrwerksverfeinerungen liegt - mir wurscht, fühlt sich einfach gut an. Noch nicht ganz so fahrradmäßig wie eine 250er 2T, aber nah dran.

Fazit: 3 Jahre Weiterentwicklung sind deutlich spürbar und wecken Begehrlichkeiten. Aber meine 2012er war deswegen ja nicht von heute auf morgen unfahrbar geworden. Wie lange ich wohl widerstehen könnte? Es stellte sich heraus: Nicht mehr als ein halbes Jahr  ;-)

rr390